Die Geschichte der Kulmbacher Bierwoche
| Die Kulmbacher Bierwoche kann auf eine stolze Geschichte zurückblicken: Ursprung: „Werbeveranstaltung“ für die Stadt Das erste Bierfest überhaupt fand im Jahre 1939 vom 29. Juli bis 6. August statt. Als Motiv wird im Vertrag, der damals eigens für diese Veranstaltung abgeschlossen wurde, folgendes angegeben: ”Wir wollen werben für Kulmbach, die schöne Stadt mit ihrer herrlichen Burg, wir wollen aber auch werben für unsere erstklassigen Erzeugnisse, hier in erster Linie für unser Kulmbacher Bier und unsere Wurstwaren.” Damals allerdings veranstalteten |
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| nicht wie heute die Brauereien das Großereignis, vielmehr wurde es vom heimischen Verkehrsverband, dem der damalige Bürgermeister Hain vorstand, durchgeführt und die Brauereien waren lediglich Vertragspartner. Außer den Brauereidirektoren werden als Gegenüber des Verkehrsverbandes auch noch die Festwirte, die Firma Sauermann, die Metzgerinnung sowie der Einzelhandel erwähnt. Bayreuther Festspielchor sang beim ersten Bierfest Als Festzelt diente bis zum Jahre 1973, also bis zum Umzug des Bierfestes auf den Zentralparkplatz, ein Teil des Maizeltes der Kulmbacher Spinnerei. Es fasste rund zweitausend Personen, welche bei der Premiere der Kulmbacher Bierwoche bereits achtzig Pfennige für die Maß Bier bezahlen mussten, obwohl der durchschnittliche Stundenlohn nur etwa sechzig Pfennig betrug. Die musikalische Ausgestaltung des ersten Bierfestes wurde den Fränkischen Dorfmusikanten übertragen. Den eigentlichen musikalischen Höhepunkt bildeten aber die Darbietungen des Bayreuther Festspielchores unter der Leitung von Chordirektor Jung. Ebenso wie diese Attraktion wurden auch die Kulmbacher Büttner mit großem Beifall bedacht. Diese führen ja noch heute alljährlich den althergebrachten Reifentanz zur Eröffnung der Bierwoche auf. Wiederaufnahme nach dem Krieg Die Verantwortlichen sprachen in einem Resümee zur ersten Auflage der Bierwoche von einem hohen Umsatz und davon, dass die Entwicklung des Festes ihre Erwartungen weit übertroffen hätte. Gar nicht gerne wurde allerdings schon damals Tanzende auf Tischen und Bänken gesehen. Die Bayerische Rundschau schrieb, dass der Auftakt zum alljährlichen Kulmbacher Heimatfest nach diesem glänzenden Ergebnis gegeben sei. Es sollte jedoch bis zum Jahre 1950 dauern, ehe es wieder ein Bierfest gab, denn im Zweiten Weltkrieg konnten weder die finanziellen Mittel für ein solches Fest aufgebracht werden, noch stand einem der Sinn nach Feiern. Im Jahre 1952 mussten dann die Bürger und Besucher Kulmbachs erneut auf die Bierwoche verzichten, da eine Kinderlähmungsepedemie in Kulmbach um sich griff. Jubiläum 1999 Zum Jubiläum 1999 gab es ein runderneuertes Bierfest: So wurden die Stände für Speisen auf die andere Seite des Stadels, also hinter die Bühne, verlegt und das Angebot ausgeweitet. Aber nicht nur das Angebot an Speisen wurde vergrößert, auch die Weißbier-Liebhaber kommen seither im Zelt auf ihre Kosten – neben den 3 Festbieren von KULMBACHER, Mönchshof und EKU wurde nun auch das Kapuziner Weißbier ausgeschänkt. Seit einigen Jahren wird zudem ein Generationennachmittag veranstaltet – ein spezielles Programm für Senioren, dass einen Buszubringerdienst, seniorengerechte Portionen wie „die halbe Maß” und einen Show-Auftritt mit einschließt. Eine weitere Neuerung ist seit 2003 der Fanclubtag an jedem ersten Sonntag, zu dem Stammtischfreunde und Fans von Kulmbacher, Mönchshof, EKU und Kapuziner aus ganz Deutschland nach Kulmbach strömen. |
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