Kulmbacher Gruppe mit Regionalmarkenstrategie auf Erfolgskurs

Zuwachs bei Bier plus ein Prozent - Alkoholfreie Getränke witterungsbedingt minus sechs Prozent

 Kulmbach, 31. Januar 2005: Die Kulmbacher Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2004 vor dem Hintergrund der ausgefallenen Sommerperiode gut behauptet. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe stiegen um ein Prozent auf 217 Millionen Euro (Vorjahr: 215 Millionen Euro).

 Schwierige politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine eher kühle Witterung im Vergleich zu 2003 haben die gesamte Getränkebranche belastet. Marktzuwächse bei den Discountern und ein rückläufiges Gastronomiegeschäft setzten alle Markenanbieter unter Druck. In diesem Umfeld kann die Kulmbacher Gruppe für 2004 über eine überdurchschnittliche Entwicklung berichten. Der Bier-Gesamtabsatz stieg von 2,1 Millionen in 2003 auf 2,2 Millionen Hektoliter (plus ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Wie der gesamte AfG-Markt litt auch das Geschäftsfeld alkoholfreie Getränke in der Kulmbacher Gruppe unter dem schlechten Wetter und nahm von 1,3 Millionen Hektoliter in 2003 auf 1,2 Millionen Hektoliter (minus sechs Prozent) ab. Der Gesamt-Getränkeabsatz sank im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 3,3 Millionen Hektoliter.

 Regionales Markenportfolio erfolgreich

„Mit ihrem Portofolio authentischer Regionalmarken sieht sich die Kulmbacher Gruppe gut für die Herausforderungen des Marktes gerüstet“, betont Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Kulmbacher Brauerei AG. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Marken Kulmbacher, EKU, Mönchshof, Kapuziner, Sternquell, Braustolz, Scherdel, Scheidmantel, Sturm’s und Bad Brambacher in ihren jeweiligen Vertriebsgebieten Marktanteile gewinnen.  (Quelle: AC Nielsen). Erneut erwies sich im Sektor Bier die Marke Mönchshof mit dem Bügelflaschengebinde als das Zugpferd. Im Bereich AfG konnte Bad Brambacher als eine der ganz wenigen Mineralbrunnen in Deutschland Marktanteilsgewinne verbuchen. Hierbei half die Einführung neuer Sorten und des 0,5-Liter-PET-Gebindes.

 Neue Technik sichert Wettbewerbsfähigkeit

Im Jahr 2004 wurden wichtige Investitionsprojekte abgeschlossen, die für die Zukunft der Kulmbacher Gruppe von Bedeutung sind. Das modernisierte Sudhaus am Standort Kulmbach repräsentiert in punkto Qualität, wirtschaftlicher Effizienz und Umweltschutz den neuesten Stand der Brautechnik und garantiert somit den Erhalt der Sortenvielfalt. In der Brauerei Scherdel, Hof, ging der Prozess der Modernisierung stetig voran. Der Läuterbottich im Sudhaus sowie der Fuhrpark wurden erneuert.

 Mitarbeiter

Die Kulmbacher Gruppe beschäftigte zum 31.12.2004 981 Mitarbeiter (Stand 31.12.2003: 1005 Mitarbeiter). In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld steht sie zu ihrer Verantwortung und bietet jungen Menschen eine Perspektive. 72 (Vj: 68) Auszubildende starteten in der kaufmännischen Verwaltung,  in der Produktion und Technik sowie der IT der Kulmbacher Gruppe in das Berufsleben.

 Ertragslage

Über die Ertragslage berichtet die Kulmbacher Gruppe anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts im April 2005.

 Positiver Ausblick für 2005

Die Kulmbacher Gruppe setzt 2005 den eingeschlagenen Weg fort. Mit zielgerichteten Sympathieaktionen und Innovationen  strebt sie an, ihre führende Marktposition auszubauen. „Dabei werden wir unser Bekenntnis zur Heimat und den hier lebenden Konsumenten untermauern“, betont Jürgen Brinkmann.

 Mehrheitliche Übernahme der Würzburger Hofbräu AG

Mit der mehrheitlichen Übernahme der Würzburger Hofbräu AG stärkt die Kulmbacher Brauerei AG - vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung - ihre Marktposition im Kernabsatzgebiet Nordbayern. Das börsennotierte Unternehmen steht mit seiner über 360-jährigen Unternehmensgeschichte für traditionsreiche Braukunst und hervorragendes Qualitätsbier. Die Würzburger Hofbräu ist mit bedeutenden Biermarken wie dem Würzburger Hofbräu Pils und dem Julius Echter Weißbier die führende Brauerei Unterfrankens (Quelle: AC Nielsen). Alleinvorstand bleibt Reinhard Meier.

 Die Kulmbacher Gruppe auf einen Blick:

 

2003 2004Veränderung
In %

Bier Gesamtabsatz (THL)

2.133

2.151

+ 1

AfG Gesamtabsatz  (THL)

1.263

1.191

-  6

Getränke Gesamtabsatz  (THL)

3.396

3.342

-  2

davon Bier Markenabsatz (THL)

2.054

2.104

+ 2

davon AfG Markenabsatz(THL)

1.206

1.128

-  6

Umsatz (Mio. €)

215

217

+ 1

 

 Termine 2005:

April

Veröffentlichung Geschäftsbericht 2004

1. Juni:

Hauptversammlung Stadthalle Kulmbach

August

Zwischenbericht Geschäftsjahr 2005


Verfügbare Bilddateien:
  Ein Mitarbeiter der Flaschenabfüllung hat ein wachsames Auge auf die Mönchshof Bügelverschlussflaschen.
     
  Mit Hilfe der Spindelprobe kontrolliert der Biersieder den Stammwürzegehalt.
     
  Ein Mitarbeiter verfolgt den Läutervorgang im Läuterbottich.
     
  Modernste Technik für ein handwerkliches Produkt bietet das modernisierte Sudhaus der Kulmbacher Brauerei.
     

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